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Langohrige Rattenigel

Taxonomie

Königreich:Animalia
Stamm:Chordata
Klasse:Mammalia
Ordnung:Eulipotyphla
Familie:Erinaceidae
Gattung:Otohylomys
Spezies:Otohylomys megalotis

Kein „echter“ Igel

Der Langohr Rattenigel gehört zur Familie der Igel, zählt aber zu den Haarigeln – nicht zu den echten Stacheligeln. Wie seine stacheligen Verwandten ist er nachtaktiv, ernährt sich von Insekten und hat einen ausgeprägten Geruchssinn. Anders als echte Igel besitzt er jedoch weiches Fell statt Stacheln, kann sich nicht zusammenrollen und ähnelt in seinem Körperbau eher einer Spitzmaus: graubraunes Fell, schlanker Körper und ein sehr kurzer Schwanz.

Natürliches Verbreitungsgebiet und Lebensraum

Langohrige Rattenigeln kommen ausschließlich in Vietnam vor, wo sie in feuchten Bergwäldern zwischen 1000 und 1800 Metern Höhe leben. Ihr Verbreitungsgebiet ist klein und beschränkt sich auf dichte Wälder mit üppiger Bodenvegetation. Aufgrund kürzlich erfolgter Neuklassifizierungen und unvollständiger Erhebungen ist ihr genaues Verbreitungsgebiet weiterhin unklar.

Körperliche Merkmale

Diese Rattenigel ist klein und zierlich gebaut, etwa 10–14 cm lang, mit einem winzigen Schwanz. Ihr auffälligstes Merkmal sind die sehr großen Ohren – größer als die aller anderen Rattenigeln –, die ihr beim Hören helfen und möglicherweise auch die Temperaturregulierung unterstützen. Ihr Fell ist rau und graubraun, sie hat eine spitze Schnauze, kurze Gliedmaßen und wiegt etwa 20–60 Gramm.

Verhalten und Lebensstil

Langohrige Rattenigeln sind nachtaktiv, leben einzelgängerisch und verstecken sich tagsüber unter Baumstämmen oder im Laubstreu. Sie bewegen sich schnell durch dichte Bodenvegetation und verlassen sich dabei auf ihre Tarnung. Ihre großen Ohren erleichtern ihnen das Aufspüren von Fressfeinden und Beute in dunklen, unübersichtlichen Unterholzgebieten.

Kommunikation

Über ihre Kommunikation ist wenig bekannt, aber wahrscheinlich nutzen sie chemische Signale – Duftmarkierungen und leise Laute wie Grunzen. Ihre großen Ohren könnten Laute oder Bewegungen anderer Tiere wahrnehmen, doch dazu liegen nur wenige Daten aus der Praxis vor.

Ernährung in freier Wildbahn

Sie sind generalistische Insektenfresser und ernähren sich von Insekten, Würmern, Larven und kleinen Wirbellosen. Möglicherweise fressen sie auch geringe Mengen an Pilzen oder Pflanzenresten. Ihre scharfen Zähne und die spitze Schnauze eignen sich hervorragend, um im Laubstreu nach Beute zu suchen.

Fortpflanzung und Lebenszyklus

Es liegen keine Studien zur Fortpflanzung vor. Wahrscheinlich bringen sie 2–4 Nesthocker (blinde, hilflose) Junge in versteckten Nestern zur Welt, wobei die Brutzeit vermutlich von saisonalen Umweltfaktoren abhängt.

Bedrohungen und Erhaltungsstatus

Da nur wenige Daten vorliegen, gilt die Langohr Rattenigel als datenmangelhaft. Sie ist möglicherweise durch Lebensraumverlust und Abholzung im vietnamesischen Hochland bedroht. Ihre Seltenheit und ihr kleines Verbreitungsgebiet erhöhen ihre Gefährdung zusätzlich.

Diese Art in Gefangenschaft

Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass Langohr Rattenigeln jemals in Gefangenschaft gehalten wurden. Ihre scheue Natur und ihre speziellen Lebensraumansprüche machen sie für die Haltung in Gefangenschaft ungeeignet; Schutzbemühungen müssen sich auf den Erhalt ihres natürlichen Waldlebensraums konzentrieren.

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